Es gibt eine Fülle von Zeugnissen römischen Lebens in der Pfalz. Sei es die Produktion von Keramik im »Meißen der Antike«, Rheinzabern bei Germersheim, das römische Weingut im Bad Dürkheimer Ortsteil Ungstein, die Villa Rustica bei Wachenheim oder die vielen Zeugnisse römischen Lebens im benachbarten Eisenberg: Die Pfalz war über Jahrhunderte fest in römischer Hand, die Überreste jener Zeit kommen bei Bauarbeiten überall in der Region zutage.


Römervilla bei Wachenheim - Villa Rustica

Zwischen Wachenheim und Friedelsheim wurde 1980 bei der Flurbereinigung ein römischer Gutshof, eine villa rustica, entdeckt. Herzstück der größtenteils ausgegrabenen und restaurierten Anlage ist ein 60 Meter langes Herrenhaus, das ursprünglich mit einer Säulenfront geschmückt war. Von den vier umgebenden Wirtschaftsgebäuden sind drei für den Besucher sichtbar. Die villa rustica spiegelt sehr anschaulich die Geschichte der Römer und das breite Spektrum landwirtschaftlicher Produktion wieder, vom Getreideanbau über den Weinanbau bis zur Viehzucht. Ein rekonstruierter Backofen ermöglicht Brotbacken nach antiker Art. Eine Besichtigung der Römervilla ist jederzeit möglich; Parkmöglichkeit, auch für Busse, ist vorhanden. Von März bis Oktober bietet die Tourist-Information Wachenheim im Rahmen ihres Gästeprogramms zu fest stehenden Terminen Führungen an. Detaillierte Erläuterungen zur Ausgrabungsstätte, die auch Bestandteil des regionalen Römerrundwanderweges ist, sind bei der Tourist-Information Wachenheim erhältlich. Weitere Informationen: Tourist-Information Wachenheim, Tel. 06322-958032, touristinfo@vg-wachenheim.de, www.villa-rustica-wachenheim.de

 

Weiterführende Links: Römervilla Weilberg, Römersteinbruch, Villa Rustica, Terra Sigillata
 

Auf den Spuren der Kelten

Vor den Römern dominierten keltische Stämme in der Pfalz. In Eisenberg beispielsweise, wo später die Römer Erze abbauten, betrieben vermutlich schon die Kelten Bergbau. Und der römische Name von Speyer, »civitas nemetum«, erinnert an den keltischen Stamm der Nemeter, der dort einst heimisch war. Die deutlichsten Spuren der keltischen Besiedliung der Pfalz sind indes am Donnersberg zu bestaunen, wo in grauer Vorzeit eine der größten Suiedlungen der damaligen Zeit bestand. Mitten im Wald auf dem größten Berg der Pfalz stößt man noch heute auf die Überreste eines fast zehn Kilometer langen, meterhohen Schutzwalles. Weil die Kelten indes vor allem mit Holz und Lehm bauten, sind von ihnen nicht so viele Relikte erhalten wie von anderen Kulturen. Doch das Keltendorf in Steinbach am Donnersberg läßt die Kultur des Volkes, das vor allem durch Asterix und Obelix bekannt geworden ist, wieder lebendig werden. Zusammen mit dem benachbarten Keltengarten zeigt dieses Freilichtmuseum, wie die Kelten gelebt haben. Besonders Kindern macht es einen Riesenspaß, aus Filz und Ton Gebrauchsgegenstände zu fertigen und mit selbstgebastelten Pfeilen zu schießen.

In den rheinland-pfälzischen Ferien zusätzlich geöffnet: donnerstags, 15-19 Uhr!

Adresse:
Keltendorf am Donnersberg
Freilichtmuseum
67808 Steinbach

Kontakt:
Telefon: 06302 / 602-0
Telefax: 06302 / 60220
www.keltendorf-steinbach.de