Ferckelsches Haus, Otterberg

Das Ferkelsche Haus in Otterberg wurde im Jahr 1606 erbaut und gilt als das älteste Haus innerhalb der Stadtmauer. Es steht auf den Grundmauern der ehemaligen Fruchtscheune des Klosters Otterberg, die sich einst über ein großes Areal der heutigen Altstadt erstreckte.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die umliegende Häuserzeile größtenteils zerstört – das Ferkelsche Haus blieb jedoch teilweise erhalten. Nach dem Krieg wurde das Anwesen erweitert: 1659 entstand die linke Haushälfte, sodass das Gebäude heute aus zwei zusammengefügten Teilen besteht. Über viele Jahre hinweg diente das Haus als Posthalterei und Ladengeschäft. Noch bis ins frühe 20. Jahrhundert hielt hier die Postkutsche – 1919 fuhr von diesem Ort die letzte Postkutsche nach Otterbach ab.
1992 wurde das Fachwerk freigelegt und das Gebäude umfassend restauriert. Der charakteristische Treppenaufgang unterstreicht den historischen Charme des Hauses.
Das Ferkelsche Haus ist ein bedeutendes Zeugnis der Stadtgeschichte und verbindet klösterliche Ursprünge mit lebendiger Vergangenheit.