Deidesheim: Historischer Marktplatz

Auf dem Deidesheimer Markplatz ist ein architektonischer Blickfang das historische Rathaus von Deidesheim mit seiner markanten doppelläufigen Freitreppe. In dem Gebäude befindet sich heute das Museum für Weinkultur. Die Öffnungszeiten sind von März bis zum 4. Advent jeweils freitags und samstags am Nachmittag.

Rund um den Marktplatz befinden sich mehrere historische Hofanwesen, teilweise aus der Barockzeit. Dazu gehört auch das ehemalige Amtshaus des Hochstifts Speyer. Gemeinsam mit der nahegelegenen Katholische Pfarrkirche St. Ulrich bildet der Platz einen typischen historischen Stadtkern, der das gewachsene Ortsbild von Deidesheim bis heute prägt.

Zahlreiche Restaurants, Cafés und Weinstuben rund um den Marktplatz laden zum Verweilen ein. Bei schönem Wetter können Gäste hier im Freien sitzen und das lebendige Treiben beobachten – direkt an der Deutschen Weinstraße, die durch die Innenstadt von Deidesheim verläuft.

Der Marktplatz ist damit nicht nur ein historischer Ort, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Besucher und Einheimische, die das besondere Flair der Pfälzer Weinstadt genießen möchten.

Das den Marktplatz beherrschende Gebäude des Hotels Deidesheimer Hof, einem Hofanwesen aus dem Barock, zieren viele sehenswerte Architekturteile. Besonders erwähnenswert ist der geschweifte Giebel, der Flacherker und das tonnengewölbte Vordach auf Sandsteinsäulen am Eingang. Umrahmt von Pflanzenkübeln mit Bleiwurz, Granatapfelbaum, Lorbeerbaum und Orleander ist in der Mitte des Platzes der Andreasbrunnen zu sehen. Dieser Brunnen wurde 1851 von der Familie Jordan gestiftet. Der an italienische Vorbilder der Renaissance anlehnende Brunnen wurde von der Gienanthschen Hütte zu Eisenberg geliefert.
An der Stelle des geräumigen Hofanwesens an der Ecke Marktplatz und Schlossstrasse stand der "Dienheimer Hof", die sog. "Vorburg" zwischen Schloß und Stadt. 1744 ging der Hof an das Hochstift Speyer und wurde als Amtshaus ausgebaut. Nach der Säkularisation ging das Gebäude in den Besitz von Johann Spindler aus Forst über. In seiner heutigen Form entstand das geräumige Hofanwesen weitgehend im frühen 19. Jahrhundert. An der Fassade des Haupthauses entlang rankt sich üppig ein Chinesischer Blauregen.