Volker Richter und Steffen Bottlinger von der Vier Jahreszeiten eG (2. u. 3. von links) sowie Christine und Jochen Gradolph vom Bioland Neuspergerhof (2. u. 3. von rechts) freuen sich über den DWI-Sekt-Sonderpreis 2019.
Volker Richter und Steffen Bottlinger von der Vier Jahreszeiten eG (2. u. 3. von links) sowie Christine und Jochen Gradolph vom Bioland Neuspergerhof (2. u. 3. von rechts) freuen sich über den DWI-Sekt-Sonderpreis 2019.

Die Vier Jahreszeiten Winzer eG (Palmberg) aus dem pfälzischen Bad Dürkheim stellt mit dem 2017er Riesling extra trocken aus der Lage Kirchheimer Schwarzerde den besten Rieslingsekt des Jahres. Ausgezeichnet wurde der Sekt vom Deutschen Weininstitut (DWI), das im Rahmen der DLG-Bundesweinprämierung die besten Winzersekte des Jahres in den Kategorien Riesling, Burgunder, Rosé sowie Bukettsorten mit einem Sonderpreis ausgezeichnet hat. In der Kategorie der Burgunder-Winzersekte erreichte zudem der 2017er Pinot Crémant brut vom Bioland Weingut Neuspergerhof aus Rohrbach den ersten Platz.

Die Siegersekte hat eine Fachjury aus Weinexperten und Weinfachjournalisten aus einer Auswahl der bestbewerteten Sekten der DLG-Bundesweinprämierung 2019 gekürt. Insgesamt hatten in diesem Jahr 289 Sekte an der Bundesweinprämierung teilgenommen, darunter 58 von der Sorte Riesling, 72 Burgundersekte, 70 Rosé/Blanc de Noir- sowie 41 Bukettsortensekte.

Deutschland ist mit einem Absatzvolumen von 285 Millionen Litern und einem Pro-Kopf-Verbrauch von 3,3 Litern im Jahr der größte Schaumweinmarkt der Welt.

Eine DWI-Auswertung der insgesamt 4.075 qualitätsgeprüften deutschen Sekte des vergangenen Jahres ergab, dass die Burgundersekte immer beliebter werden. Ein Viertel aller b.A.-Sekte wurde 2018 aus Burgundersorten sowohl als Cuvée als auch reinsortig etwa aus Spätburgunder, Weißburgunder oder Chardonnay bereitet, was einem Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mit einem Anteil von 40 Prozent bleibt der Riesling trotz eines Minus von fünf Prozentpunkten allerdings immer noch mit Abstand die Nummer eins unter den qualitätsgeprüften Sekten. Bukettsortensekte bewegen sich stabil in einer Nische von drei Prozent.

Bei den Geschmacksrichtungen und den Farben haben sich im Vergleich zu 2017 keine großen Veränderungen ergeben. So wurden 2018 unverändert 44 Prozent der b.A-Sekte in der Geschmacksrichtung brut bereitet. Trockene Sekte legten leicht auf 37 Prozent zu (+2 %). Weiße Sekte dominieren das Angebot mit 80 Prozent (-1 %). Roséfarbene Sekte bleiben bei einem Anteil von 14 Prozent.

Gut drei Viertel aller Sekte (78 %) wurden in den Anbaugebieten Baden (23.362 hl), Pfalz (20.994 hl), Württemberg (11.550 hl) und Mosel (11.369 hl) qualitätsgeprüft.

Weitere Infos und Ergebnisse unter www.deutscheweine.de