Ehemalige Synagoge, Odenbach

Die ehemalige Synagoge in Odenbach wurde im Jahr 1752 im Ortskern errichtet und ist ein bedeutendes Zeugnis jüdischen Lebens in der ländlichen Westpfalz.
Das Gebäude entstand auf Initiative des pfalz-zweibrückischen Oberschultheißen Salomon Meyer und diente über viele Jahrzehnte als religiöser Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde. Im 19. Jahrhundert wurde unter anderem eine Frauenempore ergänzt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Synagoge beschädigt und ihre religiöse Ausstattung zerstört. Nach mehreren Besitzwechseln befindet sich das Gebäude heute in der Obhut eines örtlichen Fördervereins, der sich für den Erhalt einsetzt. Seit den späten 1980er Jahren wurden umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt.

Der äußerlich schlichte Bau mit Satteldach und Fachwerkgiebel ist die einzige erhaltene ländliche Synagoge der Westpfalz. Im Inneren sind noch Teile der farbigen Ausmalung sowie architektonische Elemente wie Rundbogenfenster erhalten, die auf die ursprüngliche Gestaltung hinweisen.
In der Nähe des Ortes befindet sich zudem ein historischer jüdischer Friedhof aus dem 19. Jahrhundert mit erhaltenen Grabsteinen.