SchUM-Welterbe-Geburtstag
Veranstaltungsort
Kleine Pfaffengasse 20/21
Veranstaltungs-Adresse
Termine
49.3164002, 8.4393903
Gemeinsam feiern, gemeinsam gestalten
SchUM-Stätten feiern fünfjährigen Welterbe Geburtstag in Speyer
Die SchUM-Stätten (Speyer, Worms und Mainz) feiern ihr fünfjähriges UNESCO-Welterbe-Jubiläum mit einem großen „Welterbe-Geburtstag“. Das Hauptfest findet am 26. Juli 2021 (dem Jahrestag der Aufnahme) von 11 bis 18 Uhr im Judenhof Speyer (Kleine Pfaffengasse 20/21) statt. Der Eintritt ist frei.
Mit der Aufnahme der SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz in die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 2021 wurde ein außergewöhnliches Kapitel deutscher und europäischer Geschichte offiziell anerkannt: 1.000 Jahre jüdisches Erbe am Rhein, geprägt von Gelehrsamkeit, religiösem Leben, kulturellem Austausch und gesellschaftlicher Wirkung weit über die Region hinaus. Fünf Jahre später feiert der SchUM-Verein gemeinsam mit den SchUM-Städten, zahlreichen Partnern, dem Land Rheinland-Pfalz sowie den Bürgern dieses besondere Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Festjahr. Den feierlichen Auftakt bildet der Welterbe-Geburtstag am 26. Juli im Judenhof Speyer.
„Fünf Jahre UNESCO-Welterbe sind für uns vor allem ein Auftrag: Die SchUM-Stätten bewahren nicht nur herausragende Zeugnisse jüdischer Geschichte, sie laden uns auch dazu ein, über das Miteinander in unserer heutigen Gesellschaft nachzudenken. Wenn wir dieses Jubiläum gemeinsam feiern, dann feiern wir ein Welterbe, das Brücken baut – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Menschen und Kulturen“, so Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer und Vorstandsvorsitzende des SchUM-Vereins.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht die Ringparabel aus „Nathan der Weise“, die von dem Musiker Lömsch Lehmann und den Wortkünstler Hans-Jürgen Herschel in einer besonderen Bearbeitung vorgetragen wird. Das Duo ist in Speyer seit vielen Jahren bekannt und beliebt für seine außergewöhnlichen Performances. Gerade im Kontext des UNESCO-Welterbes SchUM hat dieser Bezug eine besondere inhaltliche Tiefe: Die Ringparabel von Gotthold Ephraim Lessing steht für Toleranz, religiösen Dialog und das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Die Figur des Nathan ist eng mit Moses Mendelssohn verbunden und damit mit der jüdischen Aufklärung. „Im historischen Ort Judenhof entsteht daraus eine sehr direkte Verbindung zwischen Inhalt, Ort und dem Gedanken des Welterbes. Für uns ist das ein zentraler inhaltlicher Anker der Veranstaltung“, freut sich Stefanie Seiler.
Unter "Mehr Information" findet Ihr das vollständige Programm. Weitere Informationen findet Ihr auf der Website des SchUM-Vereins unter www.schumstaedte.de und den Social-Media-Kanälen unter @welterbe.schum.