Veranstaltung

Die Dreigroschenoper-Open Air- Schauspiel mit Orchester

Theater als gesellschaftlicher Begegnungsort – DIE DREIGROSCHENOPER im Kultursommer Rheinland-Pfalz 2026
Mit der Open-Air-Produktion DIE DREIGROSCHENOPER von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik), unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann, entsteht im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2026 ein außergewöhnliches Theaterprojekt, das Kunst, gesellschaftlichen Diskurs und kulturelle Teilhabe miteinander verbindet.
An drei besonderen Spielstätten – in Landau in der Pfalz, auf der Burg Landeck und in Bad Bergzabern – wird eines der bedeutendsten Werke des epischen Theaters in einer eigens für diese Produktion entwickelten Fassung zu erleben sein. Zehn öffentliche Vorstellungen sowie zwei kostenfreie Schulvorstellungen für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klassenstufe machen das Projekt einem breiten Publikum zugänglich.
Dem Hauptwerk vorangestellt ist das eigens für diese Produktion geschriebene Vorspiel JONATHAN WILD WILL EIN EXEMPEL STATUIEREN von Rafael David Kohn, inspiriert von Bertolt Brecht, mit der Musik von Adrian Rinck. Das Vorspiel wird als Stationentheater inszeniert und führt das Publikum unmittelbar hinein in die Welt der Dreigroschenoper. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bewegen sich gemeinsam mit den Figuren durch den Aufführungsraum und erleben die gesellschaftlichen Fragestellungen des Werkes bereits auf dem Weg zur eigentlichen Spielstätte.
Erst am Ende dieses gemeinsamen Weges öffnet sich der Blick auf das eigens entwickelte Bühnenbild der DREIGROSCHENOPER. So wird Theater zu einer unmittelbaren Erfahrung – nahbar, sinnlich und überraschend. Die Grenzen zwischen Bühne und Publikum verschwimmen und eröffnen neue Perspektiven auf Brechts zeitlose Fragen nach Macht, Moral, sozialer Gerechtigkeit und menschlicher Verantwortung.
Das Vorspiel schlägt dabei eine dramaturgische Brücke zu einer historischen Figur, die Bertolt Brecht bei der Entwicklung seines Mackie Messer inspirierte: Jonathan Wild, der berüchtigte Londoner Verbrecherfänger des 18. Jahrhunderts. Sein Ausspruch „Ich will ein Exempel statuieren!“ wird zum Ausgangspunkt einer Erzählung, die bis in die Gegenwart reicht und die gesellschaftliche Aktualität der Dreigroschenoper eindrucksvoll unterstreicht.
Das Theaterprojekt vereint professionelle Kunst mit bürgerschaftlichem Engagement und kultureller Bildung. Zehn professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler stehen gemeinsam mit 30 Laiendarstellerinnen und Laiendarstellern auf der Bühne. Begleitet werden sie von einem neunköpfigen Orchester professioneller Musikerinnen und Musiker. Die Zusammenarbeit von Profis und engagierten Mitwirkenden aus der Region macht die Produktion zu einem lebendigen Beispiel dafür, wie Kultur Menschen zusammenführen und gesellschaftliche Räume eröffnen kann.
Die Regie übernimmt Sascha Mey aus Rostock, der für seine bildstarken und zeitgenössischen Theaterarbeiten bekannt ist. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Adrian Rinck aus Bad Bergzabern, der zugleich die Musik des Vorspiels komponiert hat und das Orchester leitet.
Ein besonderes Anliegen des Projektes ist die kulturelle Teilhabe junger Menschen. Die beiden kostenfreien Schulvorstellungen ermöglichen Schülerinnen und Schülern ab der 9. Klassenstufe eine unmittelbare Begegnung mit Brechts Werk und dessen gesellschaftlicher Relevanz. Die Verbindung von Musik, Schauspiel und immersivem Theater schafft dabei einen außergewöhnlichen Zugang zu einem der wichtigsten Stücke der deutschsprachigen Theaterliteratur.

DIE DREIGROSCHENOPER ist weit mehr als ein Theaterabend. Sie ist eine Einladung zum gemeinsamen Erleben von Kunst im öffentlichen Raum, zum Nachdenken über gesellschaftliche Zusammenhänge und zur Begegnung von Generationen und unterschiedlichen Lebenswelten. Als Produktion des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2026 steht dieses Projekt beispielhaft für eine offene und lebendige Kulturlandschaft, die professionelle Kunst, kulturelle Bildung und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet.

Mit Bertolt Brechts und Kurt Weills „Drei Groschenoper“ sowie dem vorangestellten und eigens für diesen Abend verfassten Vorspiel „Jonathan Wild will ein Exempel statuieren“ von Rafael David Kohn, entsteht ein professionelles Stationentheater, das die Themen Macht, Gerechtigkeit, ‚Moral und gesellschaftliche Verantwortung auf eindrucksvolle Weise in die Gegenwart trägt.
An verschiedenen Spielorten in Landau in der Pfalz, auf der Burg Landeck bei Klingenmünster und in Bad Bergzabern wird das Publikum Teil einer lebendigen Theaterreise zwischen Kunst, Geschichte und gesellschaftlicher Wirklichkeit.
Insgesamt sind zehn öffentliche Vorstellungen geplant, die durch zwei kostenlose Schulvorstellungen für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ergänzt werden. Es ist uns ein besonderes Anliegen, junge Menschen den Zugang zum professionellen Theater zu ermöglichen und sie mit des zeitlosen gesellschaftlichen Fragestelllungen dieses Werkes in Berührung zu bringen. Kultur ist kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil demokratischer Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Die kostenlosen Schulvorstellungen verstehen wir daher als unseren Beitrag zur kulturellen Förderung der nächsten Generation.
Die Dreigroschenoper ist weit mehr als ein Theaterklassiker. Sie stellt Fragen, die heute aktueller denn je sind: Wer bestimmt die regeln unserer Gesellschaft? Was bedeutet soziale Gerechtigkeit?

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