Veranstaltung

Wasser & Wein: Wie beeinflusst der Weinbau den Landschaftswasserhaushalt?

Die Pfalz ohne Weinberge? Nicht vorstellbar. Die Pfalz ist das zweitgrößte deutsche Weinbaugebiet. Seit 2000 Jahren prägt der Weinbau den Pfälzer Haardtrand. Bereits die Römer legten Weinberge an, und bis ins 20. Jahrhundert entstand so eine reichgegliederte Kulturlandschaft mit Terrassen, Hecken, Wegrainen und Obstbäumen.

Seit dem letzten Krieg wurden großflächig Flurbereinigungen durchgeführt, und die artenreichen Landschaftsvielfalt musste weitläufig Weinbergen weichen. Reste der alten Weinbaulandschaft finden sich aber vereinzelt noch in den steileren Lagen.
Flurbereinigungen veränderten den Landschaftswasserhaushalt erheblich und förderten die Hochwassergefahr. Aber bereits die Römer kämpften mit der Ableitung der Niederschläge - ein altes Problem also, das durch die Flurbereinigungen noch verstärkt wurde.

Hans Jürgen Hahn ist Grundwasserforscher an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und gefragter Experte in zahlreichen Wissenschaftsdokumentationen wie Terra X Harald Lesch, auf arte oder in der ARD.

Seine etwa dreistündige Wanderung führt uns durch die Weinberge zwischen Siebeldingen, Albersweiler und Frankweiler bis zum Waldrand und wieder zurück.
Auf unserem Weg unterhalten wir uns anhand zahlreicher Beispiele über den Landschaftswasserhaushalt, die Landschaftsgeschichte und den Weinbau. Zum Abschluss findet eine kleine Bioweinverkostung statt.

Die Veranstaltung ist für mobile Menschen geeignet, die mehr über die Geschichte der Kulturlandschaft sowie den Zusammenhang zwischen Landschaftsnutzung, Wasserhaushalt und zunehmender Trockenheit erfahren wollen.


Termin: 14.06.2026, 15:00 – ca. 18:00
Treffpunkt: Edeka Markt Frey & Kissel in Birkweiler
Teilnehmerzahl: mindestens 10, maximal 20 Personen
Unkostenbeitrag pro Person: 5,- Euro, zu entrichten vor Ort
Sonstiges: Bitte feste Schuhe mitbringen.

Die Veranstaltung findet nur bei gutem Wetter statt.