Tamara Fränzle
Tamara Fränzle

Ihre mehrjährige Mitarbeit im Meckenheimer Weingut Braun und im Ellerstadter Weingut Schneider hat Tamara Fränzles Leidenschaft für Wein entfacht. Davor kannte sie nur den von der Familie betriebenen Obstbau mit Brennerei. Vom Weinvirus infiziert, entschloss sie sich zu einer Winzerlehre, die sie unter anderem im Deidesheimer Weingut Bassermann-Jordan und im Böchinger Weingut Heiner Sauer absolvierte. In diesem Jahr hat sie ihre Ausbildung in ihrem „Traumberuf“ beendet und plant nun ein Studium des Weinbaus und der Oenologie in Geisenheim. Zu Ende ging in diesem Sommer auch ihre einjährige Regentschaft als Weinprinzessin der Verbandsgemeinde Deidesheim. „Ein pralles Jahr voller Ereignisse“, das sie zur Kandidatur für das Amt der Pfälzischen Weinkönigin motivierte. Das kommende Amtsjahr sollte erneut ein spannendes und turbulentes werden, so Tamaras Erwartungshaltung. Mit neuen, interessanten Begegnungen und Gesprächen und vielen guten Weinen. Im Amtsjahr 2019/2020 will sie quirlig und lebendig unter dem Motto „Pfalz: Freude am Leben erleben“ die Menschen mit und vom Pfälzer Wein begeistern.

Für die 22-Jährige steht fest: „Die Pfalz ist etwas ganz Besonderes“, auch als Weinbaugebiet mit einem durch weiße und rote Trauben breit gefächerten Rebsortenspiegel, mit fruchtbaren Böden, perfekten Weinlagen und optimalem Klima – und mit talentierten Winzern, „die den Wein zu dem machen, was er ist“. Tamara schenkt am liebsten den „König der Rebsorten“, den Riesling ins Glas. Er ist für sie ein Alleskönner, tauglich für erfrischende Schorlen ebenso wie für erlesene High-End-Produkte. Gerne darf der Riesling Tamaras bevorzugte Pastagerichte begleiten und auf keinem Weinfest fehlen. „Die Weinschorle gehört zur Pfälzer Mentalität“, weiß die begeisterte Weinfestbesucherin. Weil man damit direkt mit Fremden ins Gespräch kommt und mit Freunden und Bekannten anstoßen kann, bevorzugt auf Tamaras Lieblingsfesten wie der Deidesheimer Weinkerwe, dem Dürkheimer Wurstmarkt oder dem Maifest in Maikammer.

An der Pfalz schätzt Tamara nicht nur die Weinberglandschaft, sondern auch den Pfälzerwald, in dem sie gerne Wanderungen unternimmt. In Wald und Weinberg mag sie alle Jahreszeiten mit ihrem eigenen, ganz besonderen Charme, und selbst Regentage muss sie nicht unbedingt bei einer Tasse Tee verbringen. „Das kann auch draußen spannend sein“, weiß die junge Winzerin. Eines ihrer Hobbys sind aber auch Reisen ins Ausland. So verbrachte sie ihren letzten Urlaub in Israel und sammelte nebenbei vor Ort Eindrücke zum Weinbau. Sie hat bereits Neuseeland, ebenfalls ein Weinbauland, besucht und dort einen Fallschirmsprung gewagt. Und sie hat noch viele weitere Traumreiseziele, beispielweise Südafrika, um dort bei der Traubenlese auf einem Weingut mit dabei zu sein.


Auch liest sie gern und viel, bevorzugt Romane, und auch beim gelegentlichen Film- und Fernsehen darf es etwas romantischer zugehen. Loyalität, Offenheit, Spontanität und meist gute Laune gehören zu Tamaras Stärken, bei ihren Mitmenschen schätzt sie Ehrlichkeit und Respekt. Zudem bewundert sie Persönlichkeiten, die große Träume verwirklichen wollen, darunter auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Auf die Frage nach eventuellen Lastern antwortet sie klassisch im Sinne einer Winzerin: „Guter Wein und davon reichlich“ und auch bei der Frage nach einem Luxus, den sie sich gelegentlich leistet, heißt die Antwort „zu viel Wein einzukaufen“. Denn auf Wein könnte sie neben Familie und Freunden „auf keinen Fall verzichten“. Den würde sie selbst mit  Weingott Dionysos alias Bacchus trinken, um herauszufinden, welchen Stellenwert Wein in der Götterwelt hatte. „Das wäre spannend“.