LEO-Weinlexikon

  • Zellertal, das:

    Am Rande des Mainzer Beckens in der Marnheimer Bucht liegt das kleine idyllische Zellertal, das sich entlang der Pfrimm von Marnheim bis nach Monsheim zieht. Geprägt von Weinbau und Landwirtschaft ist das Zellertal die nördlichste Weinanbauregion in der Pfalz. Benannt wurde das Tal nach der Ortschaft Zell, die in der Mitte des Tales auf dem Berg thront. Der Heilige Philipp von Zell errichtete um das Jahr 750 n.Chr. hier seine „Cellula“ (lat. Zelle). Auf dem Weg von Rom, wo er zum Priester geweiht wurde, ließ er sich als Einsiedler in der Natur nieder und errichtete eine Kapelle mit Klause für den Heiligen Michael. Schon zu Lebzeiten wurde er als Heiliger verehrt und Pilger machten sich auf den Weg nach Zell um von ihm geweiht und gesegnet zu werden. Zwischen Zell und Mölsheim an der heutigen Panoramastraße errichtete er ein Holzkreuz, welches im Laufe der Jahre schwarz wurde. Nach diesem Kreuz wurde die Einzellage „Zeller Schwarzer Herrgott“ benannt.
  • Zikaden, die:

    Die Insektenfamilie der Zikaden ist unwahrscheinlich artenreich. Es gibt ungefähr 40.000 verschiedene, doch nicht alle befallen die Rebe. Die meisten Zikadenarten sind auf eine Wirtspflanze spezialisiert, von der sie sich ernähren können. So auch die Grüne Rebzikade, die im Weinbau wohl bekannteste. Wie der Name schon sagt, befällt diese Zikade nur die Rebe, zumindest so lange das möglich ist. Im Winter müssen sie auf immergrüne Wirtspflanzen zurückgreifen. Wie auch alle anderen Zikaden, ist die Grüne Rebzikade mit einem Saugrüssel ausgestattet. Diesen benötigt sie, um die Blattadern anzustechen. Dort im Gewebe befindet sich ein zuckerartiger Saft, den sie aussaugt um sich davon zu ernähren. An den angesaugten Stellen am Blatt treten nun Verstopfungen auf, die Nährstoffe können im Blatt nicht mehr transportiert werden, die Blätter vergilben an diesen Stellen und können dort keine Photosynthese mehr betreiben.