Prickelndes Vergnügen

Pfälzer Winzersekt bietet erlesenen Genuss

Sommer, Sonne und ... Sekt.  In der Pfalz jedenfalls gehört der prickelnde Stimmungsmacher zum Sommervergnügen wie Grillabende und Gartenfeste. Sekt macht gute Laune, erfrischt und passt zum kleinen Snack ebenso wie zum erlesenen Menü. Das haben auch die Weinbaubetriebe und Winzergenossenschaften entlang der Deutschen Weinstraße längst erkannt und bieten ihren Kunden individuell erzeugten, erlesenen Winzersekt an. Das Kontrast-
programm zu den bekannten Handelsmarken begeistert immer mehr Sektliebhaber und hat in der Pfalz erkleckliche Ausmaße erreicht:
Etwa ein Drittel der mehr als 1,8 Millionen Liter Sekt aus dem zweitgrößten deutschen Anbaugebiet, die in den vergangenen Jahren die amtliche Qualitätsprüfung durchliefen, wurden von Weinbaubetrieben auf den Markt gebracht.

Zumeist steckt Riesling dahinter, wenn Pfälzer Sekt auf der Zunge prickelt. Denn die meisten Pfälzer Winzersekte werden aus nur einer Rebsorte hergestellt, und dabei ist der Riesling der erklärte Favorit. Daneben greifen die Sektmacher gern zum Weißburgunder als Grundwein, bei roten Sekten steht der Spätburgunder an erster Stelle. Sekte aus der roten Trendsorte Dornfelder sind dagegen eher selten. Die Auswahl der Grundweine entscheidet über die Qualität des Sektes: Weine aus frischem, gesundem Lesegut mit gut strukturierter Säure sorgen für ein harmonisches Geschmacksbild der Schaumweine aus der Pfalz.

Wer gerne trocken trinkt, liegt bei Pfälzer Winzersekt meist richtig. Fast 50 Prozent der pfälzischen Sektspezialitäten sind «brut” oder «extra brut”, haben also keine oder nur sehr wenig Süße. Der Rest wird überwiegend in milderen Geschmacksrichtungen angeboten, das Gros davon «trocken” oder «extra trocken”. Auch die Modefarbe auf dem Pfälzer Sektmarkt steht schon seit Jahren fest: Weiße Sekte dominieren. Fast 80 Prozent der heimischen Winzersekt Produktion sind weiße Sekte. Wer mit Rotsekt anstößt, fällt aus dem Rahmen. Doch egal, ob rot oder weiß - etwas Besonderes sind Pfälzer Winzersekte allemal.

Die vom Erzeuger komplett selbst hergestellten Winzersekte werden fast ausnahmslos nach der klassischen Flaschengärung erzeugt. Diese Methode, bei der der Grundwein in der Originalflasche bleibt, erfordert eine Herstellungszeit von mindestens zwölf Monaten. Davon muß der Sekt mindestens neun Monate «auf der Hefe liegen”, um bei der zweiten Gärung möglichst viele Aroma- und Geschmacksstoffe aufzunehmen. Danach werden die Flaschen über einen Monat lang täglich auf speziellen Rüttelpulten von Hand gedreht und mit dem Flaschenhals nach unten stufenweise immer steiler gestellt.

Der Hefetrub gleitet bei diesem Kopfstand für die Qualität an der Flaschenwand entlang allmählich hinunter auf den Korken. Zum Degorgieren wird die Flasche schließlich kurz geöffnet, und der Druck der Kohlensäure schleudert den zuvor im Kältebad tiefgefrorenen Hefepfropf heraus. Der nunmehr «fertige” Sekt wird neu verkorkt, eventuell noch eine Dosage aus der gleichen Rebsorte hinzugegeben - und fertig ist das prickelnde Vergnügen.