Pfälzer Weingüter auf Wachstumskurs

17.2.2010 -thk- Die Zahl der Weinbaubetriebe in der Pfalz sinkt kontinuierlich, allerdings werden die Betriebe immer größer. Dies hat das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in einem Langzeitvergleich zur Entwicklung in Landwirtschaft und Weinbau festgestellt. Die Pfälzer Rebfläche insgesamt hat sich demnach kaum verändert, sie liegt seit zwei Jahrzehnten bei etwa 23.000 Hektar. Dagegen nimmt die Zahl der Weinbaubetriebe beständig ab. Ein Vergleich des Statistischen Landesamtes zeigt: In den Nachkriegsjahren gab es in Rheinland-Pfalz zehnmal so viele landwirtschaftliche Betriebe wie heute. Einerseits werden Betriebe etwa aus Altersgründen aufgegeben, die Flächen werden von den verbleibenden Weingütern oder Genossenschaften gepachtet oder gekauft. Die amtliche Statistik weist für die Pfalz nur noch 3.366 Weinbaubetriebe aus (Stand 2007), halb so viele wie zwanzig Jahre zuvor. Sie bewirtschaften durchschnittlich 6,9 Hektar Rebfläche. Bei 20 % der Betriebe übersteigt die Rebfläche gar zehn Hektar. Weingüter dieser Größe hatten in den achtziger Jahren noch Seltenheitswert. 40 % der landwirtschaftlichen Betriebe haben sich auf den Weinbau spezialisiert. Fast ein Drittel des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes (31,1 %) entfällt auf Wein, der damit mehr zur Wertschöpfung beiträgt als der Gemüse- oder der Getreideanbau oder auch die Viehhaltung. 
Festgehalten haben die Statistiker auch die Entwicklung bei Rot- und Weißwein. Demnach hat der Rotweinanbau nach zwei Jahrzehnten des Wachstums im Jahr 2005 seinen Höchststand erreicht, in der Pfalz mit einem Flächenanteil von 39 %. Seitdem nimmt der Anbau weißer Rebsorten wieder leicht zu. Mit 5.500 Hektar Rebfläche ist die Pfalz das größte Rieslinganbaugebiet weltweit. Aktuell haben die Pfälzer Winzer 23 % ihrer Flächen dem Riesling, 13 % dem Dornfelder und 10 % dem Müller-Thurgau gewidmet.
Weitere Informationen finden Sie unter www.statistik.rlp.de