Herbstgenuss in der Pfalz
Wenn die Esskastanien von den Bäumen purzeln und überall der neue Wein angeboten wird, dann zeigt sich das Pfälzer Weinland von seiner schönsten Seite. Die Blätter an den Rebstöcken verfärben sich langsam, und die sonst sattgrüne Reblandschaft betört nun für einige Wochen mit einem atemberaubenden Feuerwerk von Farben und strahlt in allen Schattierungen von Gelb- und Rottönen. In den Weinbergen und den vielen hundert Winzerhöfen herrscht hektische Betriebsamkeit, denn die Lese läuft im September und Oktober auf Hochtouren. Doch nicht nur in den Weinbergen ist Erntezeit, sondern auch andere, typische Produkte der Region werden in den Höfen oder an Verkaufsständen entlang der Straße angeboten: Die Esskastanien beispielsweise, in der Pfalz als »Keschde« bekannt, frische Äpfel oder Kürbisse in allen Formen und Farben. Pilze und Wild aus dem nahen Pfälzerwald stehen nun auf den Speisekarten und machen einen Herbst-Urlaub an der Deutschen Weinstraße zu einem ebenso genussvollen wie unvergesslichen Vergnügen.
Von August bis weit in den November hinein laden der Pfälzerwald und das Pfälzer Weinland entlang der Deutschen Weinstraße zu Entdeckungsreisen ein. Der Naturpark Pfälzerwald, eine unberührte Mittelgebirgslandschaft mit mehr als 12.000 Kilometern markierten Wegen, ist ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber. Sie können hier nicht nur die unberührte Natur des größten zusammenhängenden Waldgebietes in Deutschland genießen, sondern auf fast 150 Hütten einkehren und in uriger Gemütlichkeit die deftigen Pfälzer Spezialitäten probieren. Kleine, verträumte Dörfer oder die vielen Burgruinen an, die von der bewegten Geschichte des Landstrichs erzählen, bieten sich als lohnende Etappenziele bei solchen Wanderungen an.
Als krönenden Abschluss eines Herbst-Wandertages inmitten der Rebgärten oder im Pfälzerwald locken gesellige Weinfeste und gemütliche Weinstuben. Dort wird überall neuer Wein ausgeschenkt, der - je nach Fortschreiten der Gärung – in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten wird: Manchmal noch als Traubensaft quasi frisch von der Kelter (dann hat die Gärung den Geschmack noch kaum verändert) oder mit einer leicht herben Note und dem milchig-trüben Aussehen nach der Gärung, die dem Getränk auch den Namen »Federweißer« eingebracht hat. Den reifen Wein - ob Riesling, Burgunder oder Dornfelder - gibt es natürlich auch, dazu stehen auf den Speisekarten die bekannten regionalen Spezialitäten wie Saumagen, Pfälzer Leberknödel oder Bratwürste. Und wer Wert auf exquisite kulinarische Genüsse legt, kommt in einem der vielen Spitzenrestaurants entlang der Deutschen Weinstraße mit Sicherheit auf seine Kosten.


