Die Deutsche Weinstraße
Dort, wo der Pfälzerwald an die Rheinebene grenzt, liegt das Weinland Pfalz, das zweitgrößte der dreizehn Weinbaugebiete in Deutschland. Links und rechts der mehr als 80 Kilometer langen Deutschen Weinstraße wächst der Pfälzer Wein an mehr als 100 Millionen Rebstöcken. Im milden Klima am Haardtrand, das die Trauben mit mehr als 2000 Sonnenstunden im Jahr verwöhnt, gedeihen zwischen Bockenheim im Norden und Schweigen im Süden mehr als 50 verschiedene Rebsorten, große Bedeutung besitzen etwa ein Dutzend Sorten. Die Pfälzischen Winzer haben sich heute mehr denn je dem Qualitätsweinbau verschrieben. Sie widmen der Pflege und dem Ausbau der Standardrebsorten - darunter vor allem dem Riesling - besonderer Aufmerksamkeit. 2,5 Millionen Hektoliter Wein werden hier im Jahr durchschnittlich geerntet. Die Palette der von den Kennern in aller Welt geschätzten Gewächse reicht vom einfachen Landwein bis zu vollmundeigen Trockenbeerenauslese. Elegante Winzersekte gewinnen immer mehr Freunde.
Mehr als hundert Weinbaugemeinden machen die Pfalz nicht nur während der Weinlese im Herbst zu einer geschätzten Ferienregion. Zeitig im Frühjahr, wenn anderenorts noch tiefer Winter herrscht, verzaubern hier Alleen mit blühenden Mandelbäumen die Landschaft. Im Sommer reifen Feigen, Kiwis, Zitronen und Eßkastanien. Die Lebensfreude der Pfälzer äußert sich an der Deutschen Weinstraße in mehr als 160 Weinfesten - vom größten Weinfest der Welt, dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt, bis zu einer Vielzahl von stimmungsvollen und beschaulichen Festen in romantischen Winzerhöfen und Weinkellern. Mehr als ein Dutzend Burgen und Schlösser grüßt die Wanderer von den Hängen des Haardtgebirges herunter; unzählige gemütliche Weinstuben laden zur Einkehr. Das gastronomische Angebot an der Deutschen Weinstraße reicht von der deftigen Pfälzer Kost, zu der ein kräftiger Schluck aus dem Schoppenglas mundet, bis zur kreativen neuen Küche mit feinsten Spitzenweinen, die gleich im Weinberg nebenan gereift sind.


