Ihr Browser kann die Animation leider nicht anzeigen.

Weinfeste suchen

Pfalztipps der Woche

Gold und Silber für Pfälzer Weingut in Paris

8.3.2010 –thk- Das Edesheimer Weingut Werner Anselmann war bei den Anfang März in Paris ausgetragenen Vinalies Internationales das erfolgreichste deutsche Weingut. Von 15 an deutsche Weine und Sekte vergebenen Medaillen gingen gleich acht, fünf Gold- und drei Silbermedaillen, an das Pfälzer Traditionsweingut. Weiterlesen

Weisenheimer Waldspektakulum

Mit dem Weisenheimer „Waldspektakulum“ vom 12. bis 14. März präsentieren die führenden Weisenheimer Weingüter ihre Weine, Sekte und Brände in einer neuen bisher nicht dagewesenen Form. Ein in warmen Farben eingeleuchteter Wald bietet die Kulisse für überraschende Events unterschiedlichster musikalischer und optischer Art. Weiterlesen

Winzer suchen

Pfalz-Zigarren

3 Pfalz-Zigarren in einer attraktiven Holzschatulle. Die Pfalz-Zigarren bestehen fast ausschließlich aus Pfälzer Tabak und sind handgerollt.

Berliner Gold und Silber für die Pfalz

23.02.2010 –thk- Bei der Berliner Wein Trophy 2010 sind 33 Pfälzer Weine mit Berliner Gold und 15 mit Silber ausgezeichnet worden. Am erfolgreichsten waren die Weingüter Braun aus Meckenheim und Vinification Ludwigshöhe aus Edenkoben. Weiterlesen

Twitter-Weinverkostung in der Südpfalz

Im Internet wird schon lange „gezwitschert“, was das Zeug hält. Nun hat Twitter auch die Weinbranche erreicht. Zwischen Weinfreunden, Winzern und Weinhändler finden über Twitter Online-Weinverkostungen statt, bei denen die Twitter-User zeitgleich dieselben Weine probieren und sich anschließend online über ihre Eindrücke austauschen. Weiterlesen

Informationsmaterial bestellen

Aktuelles Wetter

Klar
Neustadt an der Weinstraße

Klar
Temperatur: 2 °C
Feuchtigkeit: 48 %
Wind: N mit 19 km/h

LEO-Weinlexikon

A B C D E F G H J K L M N O P R S T U V W Z Alle

ABC-Trinker, der:

Hinter diesem Begriff verbirgt sich kein Vitaminmixgetränk, sondern die englische Abkürzung: „Anything but Chardonnay“. Ein Weinkonsument der von sich behauptet, er sei ein ABC-Trinker, will damit sagen: „Ich trinke alles, aber keinen Chardonnay!“.
Aufgekommen ist der Slogan in den USA während der weit verbreiteten Chardonnay-Mode der frühen 1990er-Jahre. Die Abneigung gegenüber der Rebsorte Chardonnay war hauptsächlich in der Tatsache begründet, dass ein Großteil des Chardonnay zu jener Zeit üppig und alkoholreich war. Vor allem in Kalifornien wurden vollreife Trauben dieser Rebsorte geerntet. Im Barrique ausgebaut wurden sie sich zu Alkoholbomben, die jegliche Frische und Eleganz vermissen ließen.
Dabei ist Chardonnay ganz anders. Die aus dem französischen Burgund stammende Rebsorte gehört nach neuster wissenschaftlicher Definition zur Gruppe der Burgundersorten. Weiterlesen

Abgang, der:

Meist wird beim Abgang eines Weines vorwiegend auf dessen Dauer oder Länge, die Persistenz, wie es unter Weinkennern heißt, geachtet. Dieser angenehme Geschmackseindruck im Mund und Rachen nach dem Schlucken gilt als untrügliches Qualitätsmerkmal. Große ausgereifte Weine klingen in ihrer Vielschichtigkeit am Gaumen sekunden-, manchmal auch minutenlang nach. Bei jüngeren Weinen kann der Abgang noch etwas kurz wirken.
Man unterscheidet zwischen aromatischem (fruchtig, süß, sauer etc.) und strukturellem (ölig, pelzig etc.) Abgang. Für die Dauer des Abgangs gibt es sogar eine eigene Einheit, deren Wert mittels einer Stoppuhr erfasst wird. Dabei entspricht die Einheit „caudalie“ (französisch) einer Sekunde. Der Sinn dieser Zeitangabe ist jedoch umstritten. Denn die Wahrnehmung der Länge des Geschmackseindrucks ist so subjektiv wie es die qualitativen Geschmackseindrücke ohnehin schon sind. Weiterlesen

Abstich, der:

Der Abstich ist das Umfüllen eines Weines von einem Behälter in einen anderen unter gleichzeitiger Abtrennung des „Trubes“. Trub nennt man die sich bei der Klärung des Weines und des Mostes am Fassboden absetzenden festen Bestandteile. Der Trub besteht hauptsächlich aus Hefe, Weinkristallen, Eiweiß, Fruchtfleischteilchen sowie Farbstoffen und ist, je nachdem ob es sich um einen Weißwein oder einen Rotwein handelt, gelblich braun oder rotbraun gefärbt.
Lässt man den Wein zu lange auf der Hefe stehen, können geruchliche und geschmackliche Veränderungen auftreten. Darum ist möglichst bald nach Ende der Gärung der „erste Abstich“ durchzuführen. Unter dem „ersten“ Abstich versteht man das Abziehen des Weines von dem bei der Gärung entstandenen verderblichen Hefelager, welches sich auf dem Boden des Gärbehälters abgesetzt hat. Weiterlesen

Acolon, der:

Der Acolon ist eine der neueren deutschen roten Rebsorten und wurde 1971 von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg (Württemberg) aus den Rebsorten Lemberger (Blaufränkisch) und Dornfelder gezüchtet. Die erfolgreiche Züchtung kam erst zu Beginn dieses Jahrhunderts mit etwa 100 Hektar an 500 Standorten in den Versuchsanbau. Den Sortenschutz, der bereits 1996 beantragt wurde, erhielt die Rebsorte zusammen mit der Zulassung 2002 durch das Bundessortenamt.
Der Acolon wird vorwiegend in Württemberg, Rheinhessen, der Pfalz und in Franken angebaut. In den deutschen Anbaugebieten sind aktuell etwa 460 Hektar der Rebfläche mit Acolon bestockt. Mit ihrer Züchtung ist die Rebsorte ideal auf die deutschen Anbaubedingungen angepasst und hat somit einige Vorteile gegenüber anderen traditionellen und weltweit angebauten Rebsorten. Ein Anbau wird auf Lagen empfohlen, in denen auch Spätburgunder und Schwarzriesling gut gedeihen. Weiterlesen

Adstringierend:

Adstringierend ist ein Begriff, mit dem sich bei einer Weinprobe Zuhörer leicht beeindrucken lassen. Doch nicht nur das: Mit diesem Wort lässt sich ein Mundgefühl beschreiben, für das oftmals sonst die Worte. Mit Augen Zukneifen und Schmatzen wird dem Gegenüber dann versucht klar zu machen, was man meint. Adstringierend stammt von dem lateinischen Wort adstringere, was zusammenziehen bedeutet. So wirkt zum Beispiel der Alaunstift, mit dem sich kleine Blutungen stoppen lassen – er zieht das Gewebe der Haut wieder zusammen.
Wie fühlt es sich an, wenn sich der Mund zusammenzieht? Wie die meisten anderen Gefühle, ist auch dieses nicht leicht zu erklären. Vergleichbar ist es mit einem Biss auf eine Bananenschale oder eine Schlehe: Dabei wird der Mund plötzlich ganz trocken und fühlt sich pelzig an. Weiterlesen

Agraffe, die:

Der Begriff benennt eine Verschlusskappe aus Draht oder Metallstreifen, die den Korken auf der Sektflasche festhält. Die Agraffe wird mit Spezialmaschinen angefertigt und aufgesetzt.

Um das Einschnüren oder Durchscheuern des Korkens durch den Draht zu verhindern, werden auf den oberen Teil des Korkens kleine runde Blechstücke (auch Capsule, Champagner-Deckel genannt) gelegt. Sie tragen oft das Firmenzeichen des Herstellers.

Aufgrund des hohen Innendrucks (rund 5 bar) in den Sektflaschen müssen Sektkorken anders konzipiert sein als Korken für Wein. Um die Gasdichtigkeit zu garantieren und um zu verhindern, dass der Korken nach Lösen der Agraffe sofort aus der Flasche katapultiert wird, haben Sektkorken einen wesentlich stärkeren Durchmesser als Weinkorken. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die konische Form. Weiterlesen

Ahr, die

Mit rund 550 Hektar Rebfläche gehört das Anbaugebiet Ahr nicht wortwörtlich zu den Großen, beweist jedoch, dass es darauf nicht ankommt. Unverzichtbar sind die einzigartigen Weine für das gesamte deutsche Weinland.
Entlang des Flusses Ahr, welcher dem Gebiet seinen Namen gibt, werden mehr als 85 Prozent Rotwein-Rebsorten angebaut. Wichtigste Rebsorte ist mit fast 60 Prozent der Gesamtfläche der Spätburgunder. In den steilen Hanglagen stehen die Reben auf Schieferböden, in den unteren Lagen in Flussnähe überwiegen die Lössböden.
Kaum zu glauben aber wahr: Im mitunter nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands herrschen mediterrane klimatische Verhältnisse! Am Tage steht die Luft in den steilen Weinbergen, sodass sich die Felsen, Terrassen und Mauern aufheizen, um diese Wärme in der Nacht an die Rebstöcke wieder abzugeben; die steilen Hänge sorgen für optimale Sonneneinstrahlung. Verwöhnung pur! Weiterlesen

Alte Reben:

Ein Begriff, der hin und wieder auf dem Etikett einer Weinflasche zu lesen ist, ist „Alte Reben“. Aber was bedeutet er?
Die Angabe hat keine weinrechtliche Bedeutung und gibt leider kein allgemein gültiges Mindestalter der Reben an. Unter Winzern sagt man, dass Weinreben, die älter als 30 Jahre sind, als „alt“ bezeichnet werden. Das heißt, dass die Wüchsigkeit und der Ertrag von Trauben nachlassen und spätestens nach 50 Jahren unwirtschaftlich sind. Jedoch darf man diese Anlagen nicht unterschätzen, denn alte Reben stehen für hohe Qualität und haben dichte, extraktreiche und komplexe Aromen.
Das Wurzelwerk einer alten Rebe wird über die Jahre tiefer und weit verzweigt. Somit können teilweise mehr Mineralstoffe an die wenigen Trauben weitergegeben werden. Der alte Rebstock ist gegen Wetterschwankungen besser geschützt als ein junger Rebstock. Weiterlesen

Altern, das:

Die Alterungsfähigkeit des Weines birgt eine Faszination in sich! Bereits in der Antike beschäftigte die Menschen dieses einzigartige Phänomen. Kein anderes Lebensmittel war in der Lage, über Jahrzehnte hinweg immer erstaunlichere geschmackliche Qualitäten zu entwickeln. Man vermutete schon, es müsste sich um übernatürliche Kräfte handeln, welche diese Naturerscheinung hervorrufen kann. So wurden dem Wein sogar eigene Gottheiten gewidmet.
Bei den Griechen war es Dionysos und bei den Römern Bacchus, die des Weines willen größte Verehrung fanden! Als religiös könnte man manchmal auch das Verhältnis von Weinsammlern zu ihren alten Gewächsen beschreiben. In klimatisierten Kellern gelagert, werden diese mit Respekt und großem Zeremoniell behandelt.

Auf Versteigerungen erzielen solche Altweine Erlöse von bis zu mehreren tausend Euro pro Flasche. Einer Studie zufolge werden jedoch die bekanntesten Sammlerstücke zu 70 Prozent nie verkostet! Weiterlesen

Ampelographie, die:

Hat man das Glück, einmal Griechisch gelernt zu haben, dann erkennt man leicht, was sich hinter dem Begriff Ampelographie verbirgt. Ampelos bedeutet nämlich Weinstock und unter Ampelographie versteht man das Beschreiben des Weinstockes.
Die Wissenschaft der Ampelographie beschäftigt sich in erster Linie mit dem Erkennen und Unterscheiden von Rebsorten, denn jede Sorte hat ihre eigenen typischen Merkmale. Unterschieden werden sie anhand ihres Aussehens. Die Blattbehaarung an den Triebspitzen, die Form der Blätter, Farbe der Triebe, Aussehen der Trauben und noch vieles mehr kann sich von Sorte zu Sorte unterscheiden, natürlich nicht immer auf den ersten Blick, das ist klar.
Die Burgundersorten zum Beispiel sehen ohne Trauben absolut gleich aus und erst dann, wenn sich die Trauben entwickeln, unterscheiden sie sich voneinander. Anders der Schwarzriesling. Er ist zwar auch eine Mutation des Spätburgunders, man erkennt ihn aber auf den ersten Blick. Weiterlesen

Amphore, die:

Der am weitesten verbreitete Behälter für Wein war in der Antike die Amphore. Dabei handelt es sich um ein Tongefäß mit zwei Henkeln. Das untere Ende lief manchmal spitz zu oder hatte die Form eines Knaufs, in keinem Fall aber war es flach. Ihre Größe war unterschiedlich: Griechische Amphoren fassten etwa vierzig Liter, römische ungefähr 26 Liter.
Das Wort Amphore ist griechisch und besagt, dass das Gefäß dazu gedacht war, von zwei Männern getragen zu werden. Eine einwandfrei versiegelte Amphore war ebenso luftdicht wie eine Flasche und so hielt sich in ihr ein guter Wein über sehr lange Zeit hinweg in bestem Zustand. Ohne die Amphore wäre der antiken Welt die Herrlichkeit eines reifen Weines sicher verborgen geblieben.
Für die Archäologie hat die Amphore einzigartigen Wert, weil sie die Rekonstruktion der alten Handelswege ermöglicht. Weiterlesen

AP-Nummer, die:

Die amtliche Prüfnummer ist 1970 von der EG-Weinmarktorganisation eingeführt worden. Wenn ein Winzer zum Beispiel einen QbA-Wein (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) verkaufen möchte, dann muss dieser laut Weingesetz drei Probeflaschen mit dem Untersuchungsbericht eines Weinlabors sowie einem Prüfantrag beim zuständigen Weinbauamt zur Analysen- und Sinnenprüfung einreichen.

Die Erteilung der AP-Nummer setzt voraus, dass die verwendeten Trauben ausschließlich von empfohlenen und zugelassenen Rebsorten stammen, die dann auch nur in einem einzigen Anbaugebiet gewachsen sind.

Der Wein muss das festgesetzte Ausgangsmostgewicht aufweisen und in Aussehen, Geruch sowie im Geschmack fehlerfrei sein. Dann muss nur noch die geforderte Mindestpunktzahl bei der Prüfung erreicht werden. Weiterlesen

Aromarad, das:

Der erste Eindruck beim Weingenuss wird mit dem Geruchssinn erfasst. Eine Vielzahl von Aromen streichelt dem Konsumenten die Nase. Und dann diese immer wiederkehrenden quälenden Fragen: „Um welche Aromen handelt es sich? An was erinnert es mich? Woher kenne ich diesen Geruch?“ Ein aufregendes Gefühl, es liegt einem buchstäblich auf der Zunge, die Gedanken überschlagen sich, aber der absolut passende Begriff zu den erhaschten Gerüchen bleibt aus…

An dieser Stelle kann das Aromarad helfen. Das erste Weinaromarad wurde in den 1980er Jahren an der University of California in Davis entwickelt. Zahlreiche Weinbauländer und Anbaugebiete haben das kalifornische Aromarad zum Vorbild für eigene, auf das aromatische Spektrum ihrer Weine abgestimmte Darstellungen genommen. Ebenso das für deutsche Weiß- und Rotweine. Es wurde von Dr. Ulrich Fischer in Zusammenarbeit mit dem Bund deutscher Oenologen entwickelt. Weiterlesen

Aromatischer Schaumwein:

Eigentlich heißt er aromatischer Qualitätsschaumwein oder Aromatischer Qualitätsschaumwein b. A.. Das sind Varianten des eher bekannten Schaumweins und Schaumweins b.A. - meist einfach Schaumwein oder Sekt genannt. Tatsächlich haben diese Getränke unterschiedliche Richtlinien, nach denen sie produziert werden. Auch wenn sie sich in den Grundlagen trotzdem ähnlich sind.

Der wohl wichtigste Unterschied sind die Sorten. Für aromatischen Schaumwein dürfen ausschließlich aromatische Sorten verwendet werden. Darunter fallen unter anderem Gewürztraminer, Huxelrebe, Scheurebe, Müller-Thurgau und die verschieden Muskatrebsorten.

Die Gärung des aromatischen Schaumweins, bei der sich die Kohlensäure bildet, wird zum gewünschten Zeitpunkt unterbrochen indem er beispielsweise so weit gekühlt wird, dass die Hefen nicht mehr arbeiten und absterben. Weiterlesen

Assemblage, die:

Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt: Zusammenfügen, Vereinigen. Eine Assemblage ist eine kunstvolle Zusammenstellung (Verschnitt) von Weinen verschiedener Rebsorten und Jahrgänge. Vielen ist das Ergebnis einer Assemblage auch als Cuvée bekannt.
An der Entwicklung des Verfahrens soll der Benediktinermönch Dom Pierre Pérignon, der von 1638 bis 1715 lebte, maßgeblichen Anteil gehabt haben. Es ist eine Kunst, welche früher streng geheim gehalten wurde.
Das Prinzip der Assemblage: Die Trauben werden nach Sorten getrennt gelesen und der Most gesondert vinifiziert. Entsprechend werden die Weine in verschiedenen Tanks oder Holzfässern getrennt ausgebaut. Der Kellermeister entnimmt danach jedem Fass eine Flasche und vermischt die einzelnen Weine mit Hilfe von Messbechern im richtigen Verhältnis. Danach verkosten mehrere Personen diese Mischung. Schmeckt sie nicht, werden neue Mischungen versucht, bis das optimale Ergebnis gefunden ist. Weiterlesen

Auslese, die:

Als Auslese wird in Deutschland und Österreich eine Prädikatsweinstufe bezeichnet, die nur in sehr guten Jahren aus vollreifem, oftmals „edelfaulem“ und ausgesuchtem Traubengut gewonnen wird. Nach Kabinett und Spätlese ist die Auslese die dritte Stufe des deutschen Prädikatssystems.
Als Auslese bezeichnet man sowohl den Reifegrad der Trauben und ihren Zuckergehalt zum Zeitpunkt der Lese, als auch den daraus gewonnen Wein. Auslesen eignen sich als Spitzenweine für eine lange Lagerung, und sie gewinnen mit jedem Reifungsjahr an Geschmacksausdruck. Die Weine fallen meist edelsüß aus und bestechen durch ein körperreiches beziehungsweise nachhaltiges Geschmacksbild.
An eine Auslese werden strenge gesetzliche Anforderungen gestellt. So muss das Mostgewicht mit Ausnahme der Rebsorte Riesling mindestens 100° Oechsle betragen und in einigen Bundesländern müssen beispielweise die Trauben mit Edelfäulebefall selektiv mit der Hand gelesen und unreife Beeren aussortiert werden. Weiterlesen

Autochthone Rebsorten, die:

Autochthone („bodenständige“, „eingeborene“, „alteingesessene“) Rebsorten sind nicht gleich alte Reben sondern gebietsheimische Rebsorten, die im jeweiligen Weinanbaugebiet ansässig sind und nicht aus einer anderen Region „importiert“ wurden, das heißt, in Australien etwa gibt es diese Rebsorten nicht, denn alle dortigen Reben wurden von Einwandern mitgebracht.

In Europa hat unser Kulturgut Wein eine lange und alte Geschichte, die mit einer Vielzahl an Sorten schon damals überzeugte. Im Mittelalter entschieden die Landesherren, welche Sorten sie haben wollten und welche nicht. Unerwünschte Rebsorten wie Harthengst, Hudler oder Putscheer gibt es daher heute nicht mehr. Überlebt haben natürlich allen voran der Riesling. Während die deutschen Anbaugebiete teilweise für sich selbst entschieden haben, welche autochthonen Rebsorten sie pflanzen wollten, haben sich eigene Typizitäten entwickelt.

Der Elbling steht heute noch stolz an der Mosel. Weiterlesen

Auxerrois, der:

Der Namensgeber dieser Rebsorte ist eine ehemalige Grafschaft in Frankreich, die zwischen Nordburgund und der Champagne lag und Auxerrois hieß. Ob er dort auch herkommt, ist allerdings nicht bekannt.
Die Herkunft des Auxerrois ist also nicht geklärt, man weiß aber schon lange, dass es sich um einen nahen Verwandten der Burgunder handelt. Neue DNA-Analysen bestätigen, das er eine Kreuzung aus einer Burgundersorte mit dem Gouais Blanc ist, woher auch die Ähnlichkeit des Auxerrois mit den Burgundern kommt. Genau diese Ähnlichkeit erwies sich aber nicht immer als förderlich für die Eigenständigkeit der Sorte Auxerrois. Meist wurde sie als Spielart des Weißen Burgunders angesehen, im Elsass wird er noch heute unter dem „Synonym“ Pinot Blanc vermarktet.
In den letzten Jahren sind Weine aus den Burgundersorten sehr beliebt, auch zunehmend die aus Deutschland. Davon konnte auch der Auxerrois profitieren. Weiterlesen

Bacchus(rebe), der/die:

Bacchus hat in der (Wein)-Sprache eine doppelte Bedeutung. Zunächst ist Bacchus die römische Variante des griechischen Gottes Dionysos, des Gottes des Weines und der Vegetation. Der Sage nach pflanzte er den ersten Weinstock und lehrte die Menschen die Weinbereitung. Viele große Künstler, insbesondere große Meister der Malerei und Bildhauer, ließen sich von dieser Gottheit inspirieren. Heute begegnet man dieser Symbolfigur gelegentlich auf Winzerumzügen. Vereinzelt tritt ein „Bacchus“ aber auch als Repräsentant des Weines anstelle einer lokalen/regionalen Weinprinzessin auf. In der Pfalz sind aktuell in Geinsheim „Alexander I.“ und in Gimmeldingen Elmar Lutz als Bacchus die Weinrepäsentanten der beiden Neustadter Orteile.
Zum anderen bezeichnet man mit „Bacchus“ eine Weißweinrebe, für die die römische Gottheit Namensgeber war. Die Bacchusrebe ist sozusagen ein echter „Pfälzer“. Weiterlesen

Baden:

Das Weinbaugebiet Baden erstreckt sich mit seinen etwa 16.000 Hektar Rebfläche fast 500 Kilometer vom Neckar im Norden bis zur Schweizer Grenze im Süden. Der größte Teil der Weinbergsfläche liegt im Rheingraben und seinen Seitentälern, mit Ausnahme kleiner Inseln am Bodensee und im fränkischen Taubertal.
Im südlichsten Anbaugebiet Deutschlands gelten andere Weinregeln, denn in Baden wird das „B“ groß geschrieben! Als einziges deutsches Weinanbaugebiet gehört es zur weinrechtlichen EU-Weinbauzone B. Damit steht es mit den Anbaugebieten Champagne, Elsass, Loire, Savoyen und Jura auf klimatischer Augenhöhe. Diese Eingliederung hat direkte praktische Relevanz für die Erzeuger. So muss zum Beispiel im Vergleich zu den übrigen deutschen Berufsgenossen das Traubengut der badischen Winzer ein höheres natürliches Mindestmostgewicht aufweisen. Respekt also, dass sich die badischen Winzer freiwillig zu diesem Schritt entschieden. Weiterlesen

A B C D E F G H J K L M N O P R S T U V W Z Alle

Mit freundlicher Unterstützung von www.leo-online.de und www.rheinpfalz.de