Der 24. Erlebnistag Deutsche Weinstraße lockt 330.000 Besucher in die Pfalz
Der 24. Erlebnistag unter dem Motto »Perlen der Pfalz« hat die Besucher in Scharen an die Deutsche Weinstraße gelockt: Weit mehr als die im letzten Jahr gemeldeten 300.000 Gäste vergnügten sich bei idealem Ausflugswetter mit viel Sonne und nicht übermäßiger Hitze mit dem Fahrrad, auf Inline-Skates oder zu Fuß auf der Weinstraße. »Wir schätzen die Besucherzahl auf etwa 330.000«, sagte Dieter Hörner, einer der Organisatoren der Großveranstaltung. »Es war ab Hambach brutal viel los«, berichtete ein langjähriger Erlebnistags-Besucher. Einen Riesenandrang registrierten auch viele Baudenkmäler entlang der Strecke, die als »Perlen der Pfalz« beworben wurden. »Für uns war ein voller Erfolg«, jubelte beispielsweise Hugo Steinmüller vom Madenburg-Verein. Einziger Wermutstropfen an diesem zauberhaften Sommertag: Bei einem Unfall bei Deidesheim zog sich ein Radfahrer einen Bruch zu, auch die Polizei in Edenkoben meldete zwei Unfälle mit Verletzten. Für Aufregung sorgte zudem die Landung eines Rettungshubschraubers auf der Erlebnistagsstrecke bei Neustadt-Diedesfeld am Mittelpunkt der Deutschen Weinstraße: Dort war am frühen Nachmittag ein Gleitschirmflieger direkt neben der Weinstraße in einen Wingert gestürzt und hatte dabei angeblich einen Beckenbruch erlitten. Das Technische Hilfswerk, das zwölf Stationen entlang der Strecke eingerichtet hatte, musste mehrfach bei platten Reifen und anderen Notfällen helfen.
Viele nutzen die Gelegenheit, auch die attraktiven Bauwerke zu besuchen, die wie die Madenburg, das Hambacher Schloß oder die Villa Ludwigshöhe über der Weinstraße thronen. Angelockt vom Bänkelgesang über den Eschbacher Rutsch kamen beispielsweise in Eschbach die Besucher in Scharen, mehrere hundert nutzten die Gelegenheit zu einem Abstecher auf die Madenburg. »Das hat alle unsere Erwartungen übertroffen, es war der beste Erlebnistag der letzten Jahre«, sagte Steinmüller. Fast 300 Personen ließen sich mit dem Shuttlebus von Neustadt-Hambach aus auf das Hambacher Schloß fahren, der Info-Stand des Schlosses war ständig umlagert. „Gut genutzt“ wurde auch die Busverbindung von Wachenheim auf die Wachtenburg, das Riesen-Modell der Burganlage begeisterte Jung und Alt. Das Dürkheimer Fass musste die Zahl der Führungen wegen der großen Nachfrage von drei auf fünf aufstocken. Nicht mehr Besucher als üblich meldete dagegen die Villa Ludwigshöhe in Edenkoben.
Die Besucher verwandelten die Weinstraße, die von 10 bis 18 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt war, in eine 85 Kilometer lange Festmeile, auf welcher es in vielen Orten kein Durchkommen mehr gar. In Bad Dürkheim, Deidesheim, Maikammer oder Edenkoben mussten die Radler ihre fahrbaren Untersätze schieben. Viele der Gäste kamen von weither: »Wir kommen aus Dortmund und sind das erste Mal hier«, berichtete ein junger Mann in Diedesfeld. »Aber garantiert nicht das letzte Mal«, fügte er hinzu. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck begrüßte auf seiner Tour von Neustadt-Hambach nach Edenkoben unter anderem Gäste aus Bayreuth, schüttelte einer Gruppe von Saarländern die Hände und ließ sich mit einer Gruppe junger Leute aus Schwaben fotografieren. »Ich habe Sachsen, Berliner, Gäste aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern getroffen, die kommen aus aller Herren Länder«, berichtete Hörner.
Um 10.12 Uhr hatte Ministerpräsident Beck den 24. Erlebnistag auf der Bühne in Neustadt-Hambach gemeinsam mit der pfälzischen Weinkönigin Patricia Franck eröffnet. Die malerische Gasse mit dem Hambacher Schloß im Hintergrund bildete die Kulisse für den »Count down«. Zuvor hatten Landrätin Theresia Riedmaier als Vorsitzende der Pfalzwein-Werbung und Hörner im Namen des Kuratorium Deutsche Weinstraße zum Besuch des längsten Weinfestes der Pfalz eingeladen: »Es ist angerichtet auf der Deutschen Weinstraße.«
DE: SubMenü Wein & Genuss
Pfalz-Fan bei Facebook werden?
Aktuelles Wetter

Klar
Temperatur: -10 °C
Luftfeuchtigkeit: 86 %
Wind: N mit 8 km/h




