Ampelographie, die:

Hat man das Glück, einmal Griechisch gelernt zu haben, dann erkennt man leicht, was sich hinter dem Begriff Ampelographie verbirgt. Ampelos bedeutet nämlich Weinstock und unter Ampelographie versteht man das Beschreiben des Weinstockes. Die Wissenschaft der Ampelographie beschäftigt sich in erster Linie mit dem Erkennen und Unterscheiden von Rebsorten, denn jede Sorte hat ihre eigenen typischen Merkmale. Unterschieden werden sie anhand ihres Aussehens. Die Blattbehaarung an den Triebspitzen, die Form der Blätter, Farbe der Triebe, Aussehen der Trauben und noch vieles mehr kann sich von Sorte zu Sorte unterscheiden, natürlich nicht immer auf den ersten Blick, das ist klar. Die Burgundersorten zum Beispiel sehen ohne Trauben absolut gleich aus und erst dann, wenn sich die Trauben entwickeln, unterscheiden sie sich voneinander. Anders der Schwarzriesling. Er ist zwar auch eine Mutation des Spätburgunders, man erkennt ihn aber auf den ersten Blick. Die jungen Blätter an den Triebspitzen sind so stark behaart, dass sie richtig weiß aussehen. Auch lassen sich Rebsorten anhand unterschiedlicher Reifetermine oder Ertragseigenschaften und vielen weiteren Kriterien erkennen. Aus solchen Merkmalen hat sich eine Wissenschaft entwickelt, die es ermöglicht, Verwandtschaften oder Mutationen von Rebsorten aufzudecken oder herauszufinden, wenn sich hinter vermeintlich unterschiedlichen Sorten verschiedener Regionen ein und dieselbe Sorte verbergen. So konnte die Herkunft der meisten Rebsorten bestimmt und durch genaue Definitionen der Charakteristiken auch geschützt werden. Patricia Frank Pfälzische Weinkönigin